Aktuelle Informationen zum geplanten Rathausneubau durch den Bürgermeister

Aktuelles zum Rathaus-Neubau

Rathaus Pähl

Liebe Leserinnen und Leser,

wir möchten Sie gerne zu einen kleinen Exkurs in die Vergangenheit mitnehmen, der Ihnen darstellt, warum ein Rathaus-Neubau erforderlich ist und welche Kosten tatsächlich auf die Gemeinde zukommen.

 

2011 - Eigene Schule mit vier Klassen in Pähl

2008 hat der Gemeinderat den Erhalt der Grundschule in Pähl beschlossen und sich für die Erweiterung der Schule am jetzigen Standort entschieden. Wesentlicher Gesichtspunkt für die Wahl des Standortes war die zentrale Lage gemäß dem Slogan der Befürworter "Kurze Beine - kurze Wege". Weitere Standorte wie z.B. neben der Turnhalle fanden aufgrund der Lage am Ortsrand keine Zustimmung.

 

Neben dem Anbau an die bestehende Schule wurden für die Erweiterung der Schule weitere  200 Quadratmeter Bürofläche von der Verwaltung abgegeben. 2012 wurde zusätzlich der Gemeindegarten zur Pausenhoffläche umgebaut, 2018 kurzfristig der Sitzungssaal mit 120 Qadratmetern in ein Klassenzimmer. Insgesamt hat die Gemeinde ca. 400 Quadratmeter Raum- und Nutzfläche an die Schule abgetreten.

 

Rathaus - Tagespflege - Ganztageschule - drei wegweisende und unerlässliche Projekte mit langer Vorbereitungsphase.

 

Bereits 2016  hat sich der Gemeinderat mit der Ortsentwicklung sehr intensiv auseinandergesetzt und regelmäßig im Gemeindeblatt und Bürgerversammlungen hierzu informiert. Kernpunkt der Ortsentwicklung ist die Sanierung bzw. der Neubau eines Rathauses, die Schaffung einer Tagespflege und die Ertüchtigung zu einer Ganztagesschule. Mit Abstimmung im Gemeinderat wurde hierzu ein Zeitplan festgelegt, der es erlaubt, die Projekte so umzusetzen ohne dass es zu Überschneidungen führt und z.B. Containeranlagen als Übergangslösungen erforderlich werden. Ungeachtet des Zeitplanes ist aber bereits seit vielen Jahren eine energetische Sanierung des Rathauses erforderlich. Zudem ist der bauliche Zustand (feuchte Wände, Schimmel, undichte Fenster, ungedämmter Dachstuhl.) für die Mitarbeiter nicht mehr zumutbar. Wer sich hierzu selbst ein Bild machen möchte, es reicht der Weg entlang der Fassade bis zur Eingangstüre aus und ist selbsterklärend.

 

2018 hat sich der Gemeinderat sehr ausführlich mit der Standortsuche für ein neues Rathaus, die Tagespflege und Schule befasst. In Form einer Bewertungsmatrix mit zahlreichen unterschiedlichen Kriterien wurde der Standort für das Rathaus ermittelt und zugunsten dem Gemeindegrund an der Eichbergstraße ausgesprochen. Von besonderer Bedeutung für alle Projekte war es, verteilte Standorte zu vermeiden und die Konzentration auf ein Objekt für jedes Gewerk zu richten. Dies bedingt, dass für eine Ganztagesschule am jetzigen Standort die Räumlichkeiten der bestehenden Verwaltung beansprucht werden müssen, um dem Raumbedarf einer Ganztagesschule gerecht zu werden. Nur dort kann auch die Versorgung z.B. Mittagsbetreuung, Hortkinder sicher gestellt werden. Die Gemeinde muß voraussichtlich zum Schuljahresbeginn 2026 eine bezugsfertige Ganztagesschule bereithalten. Der festgesetzte Termin für die Ganztagesschule bedingt, dass im ersten Schritt für die Verwaltung entsprechende Räume geschaffen werden und im Anschluß noch genügend Zeit besteht, die Räumlichkeiten für die Ganztagesschule nach den individuellen Bedürfnissen zu ertüchtigen bzw. zu erweitern.

 

Einen ausführlichen Zeitplan sehen sie hier:  Zeitplan Rathaus/Schule/Tagespflege

 

Zu den Kosten:

2017 wurde eine erste Untersuchung zur Ertüchtigung bzw. Erweiterung des bestehenden Rathauses durchgeführt und ein erster grober Kostenrahmen ermittelt. Diese erste Schätzung sah Kosten für eine Sanierung/Erweiterung in Höhe von 1,95 Mio.Euro und Neubau von 2,70 Mio. Euro vor. Von Seiten der Architektin wurde darauf hingewiesen, dass eine Sanierung des Objektes noch weitere unvorhersehbare Kosten verursachen kann. Der Gemeinderat hat sich nach Abwägung für eine Neubaulösung ausgesprochen und mit einer umfangreichen Prüfung von neun theoretisch möglichen Standorten der Standort an der Eichbergstraße gewählt. Details siehe hier

 

Nach Festlegung des Standortes für das neue Rathaus wurde 2019 eine weitere konkretere Machbarkeitsstudie mit verschiedenen Varianten erstellt und eine erste Kostenschätzung ermittelt, die zwischen 3,85 und 3,95 Mio Euro ohne Aussenanlagen und Ausstattung hervorgebracht hat. Von besonderer Bedeutung für die Planung war die Einhaltung modernster ökologischer und klimaschutztechnischer Energieeffizienzstandards. Details siehe hier

 

Nachdem sich der Gemeinderat für ein einfaches rechteckiges Bauwerk entschieden hat wurde die Planerin gebeten, einen Entwurf zu fertigen, der nun alle möglichen Kosten beinhaltet. Konkret hat die Planerin die mittlerweile bekannten enormen Turbulenzen der Baukosten, zusätzlich einen Regionalaufschlag von ca. 15 Prozent mit eingerechnet, zugleich aber mögliche Fördermittel nicht eingerechnet, sodass dieser erste Entwurf alle denkbaren Unwägbarkeiten berücksichtigt. Zulgeich hat sich dieser Entwurf an den allgemeinen Empfehlungen der Architektenkammer orientiert. Dieser sieht als Nenngröße eine Geschossfläche von ca. 1350 qm vor. Ebenso wurden die Kosten der Aussenanlagen und Ausstattung mit ca. 730 TEUR mit aufgenommen, die bei allen Vorentwürfen nicht eingerechnet werden konnten und letztlich zu den Kosten in Höhe von 5,8 Mio Euro geführt haben. Der Gemeinderat hat einstimmig festgestellt, dass der Baukörper anzupassen ist und die Kosten deutlich zu reduzieren sind. Die Planungsgruppe für das Rathaus wurde beauftragt, den Entwurf entsprechend zu überarbeiten. Die Planungsgruppe hat hierzu Einsparungen im Raumkonzept von ca. 30 Prozent erreicht, ohne die Funktionsfähigkeit einzuschränken.  Details siehe hier

 

In der Sitzung am 09.12.2021 wurden die modifizierten Pläne erneut vorgestellt. Diese sehen Kosteneinsparungen von deutlich über eine Million Euro vor. Zusätzlich können noch Fördermittel in Anspruch genommen werden, deren Höhe noch nicht bekannt sind und deshalb auch nicht berücksichtigt werden. Letztlich hat sich der Gemeinderat für eine modifizierte Variante 2 ausgesprochen. Diese sieht Kosten in Höhe von ca. 4,5 bis 4,9 Mio. Euro vor, was der Baukostenentwicklung der letzten Jahre entspricht und ein vergleichbares Maß zur Kostenschätzung 2017 einnimmt.  Details siehe hier

 

Am 06.12.2021 wurde ein Bürgerbegehren gegen ein neues Rathaus eingereicht. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 16.12.2021 die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens festgestellt und beschlossen. Am Sonntag, den 13.03.2022 findet hierzu ein Bürgerentscheid statt. 

Informationen der Interessenvertreter des Bürgerbegehrens finden Sie auf der Startseite.

 

 

 

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